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Steinreinigung Professionell Fläche einschätzen lassen

Technik

Wärme statt Gewalt

Temperatur und Druck sind zwei getrennte Größen: Wärme löst den Belag, Druck trägt ab. Schaden entsteht deshalb selten durch heißes Wasser, sondern durch zu viel Druck aus zu geringem Abstand — wie ihn ein Baumarktgerät mit Standarddüse erzeugt. Der Fugensand wird ausgespült, die Oberfläche rauer, der Grünbelag kommt schneller zurück. Fachgerecht bearbeitet wirkt die Fläche gleichmäßig, ohne Bögen und mit gefüllten Fugen; materialbedingte Farbunterschiede bleiben sichtbar. Welche Temperatur und welcher Druck möglich sind, legen wir vorher am Material fest, nicht während der Arbeit.

Flächenreiniger im Einsatz, dichter Dampf steigt vom heißen Wasser auf der Pflasterfläche auf.
140 °C
Höchsttemperatur — eingesetzt nur dort, wo Material und Zustand es zulassen
geregelt
Druck nach Material und Zustand, nicht nach Gewohnheit
direkt
Schmutzwasserabsaugung beim dafür vorgesehenen Verfahren
autark
Wasser und Strom bringen wir mit

Warum Temperatur die wichtigere Größe ist

Was auf einer Steinfläche stört, ist in den meisten Fällen organisch: Algen, Moos, Flechten, dazu Feinstaub, der sich darin festsetzt. Organisches Material reagiert auf Wärme. Es löst sich vom Untergrund, ohne dass mechanisch daran gerissen werden muss.

Genau das ist der Punkt. Druck unterscheidet nicht zwischen dem, was weg soll, und dem, was bleiben soll. Wärme tut das in gewissem Maß — und deshalb ist eine Reinigung mit heißem Wasser bei gleichem Ergebnis schonender als eine mit hohem Druck und kaltem Wasser.

Die 140 °C sind dabei die Obergrenze, nicht die Standardeinstellung. Eingesetzt wird sie nur dort, wo Material und Zustand es zulassen. Bei empfindlichem Naturstein wird deutlich darunter gearbeitet.

Flächenreiniger von der Seite, das austretende Wasser bildet einen breiten Sprühkegel.

Geführte Fläche statt freier Lanze

Ein Flächenreiniger arbeitet unter einer geschlossenen Haube mit rotierenden Düsen in festem Abstand zur Oberfläche. Daraus folgt ein gleichmäßiges Bild ohne Streifen und ohne die typischen Bögen, die entstehen, wenn jemand mit der freien Lanze über eine Fläche wischt.

Der zweite Vorteil: Der Abstand bleibt konstant. Bei der freien Lanze schwankt er mit jeder Handbewegung, und mit ihm die tatsächliche Krafteinwirkung auf den Stein.

Die Lanze setzen wir dort ein, wo es nicht anders geht — an senkrechten Flächen, Mauern, Treppenwangen und an Rändern. Dort ist Erfahrung im Abstandhalten die eigentliche Qualifikation.

Absaugung: warum das kein Nebenaspekt ist

Bei der klassischen Reinigung landet das gelöste Material dort, wo das Wasser hinspritzt: an der Fassade, an den Fenstern, im Beet, auf dem Nachbargrundstück. Danach ist die Fläche sauber und alles drumherum ist es nicht mehr.

Beim Verfahren mit Absaugung wird das Schmutzwasser im selben Arbeitsgang aufgenommen und im Gerät gesammelt. Das ist der Grund, warum wir auf überdachten Terrassen, an Hauswänden und neben Glasflächen arbeiten können, ohne hinterher eine zweite Baustelle zu haben.

Es funktioniert nicht überall: An senkrechten Flächen und bei Lanzenarbeit ist es technisch nicht möglich. Dort wird abgedeckt.

Aufbau mit Sauggerät und Schlauchführung neben einer Rasenfläche im Arbeitseinsatz.

Ausrüstung

Was mitkommt

Wir arbeiten autark. Das ist bei Grundstücken ohne Außenwasseranschluss und bei Neubauten ohne fertige Außenanlagen der praktische Unterschied.

Dieselmotor der Hochdruckanlage im Fahrzeugaufbau.
Antrieb und Heizung — die Anlage erzeugt Druck und Temperatur unabhängig vom Hausanschluss.
Bedieneinheit der Anlage mit Drehreglern und Warnhinweisen.
Regelung — Temperatur und Druck werden eingestellt, bevor gearbeitet wird, nicht während.
Geöffnetes Fahrzeugheck mit fest eingebauter Reinigungstechnik und Schlauchhaspel.
Fester Einbau — die Technik ist im Fahrzeug verbaut, nicht auf einem Anhänger zusammengestellt.

Wo auch gute Technik nicht weiterhilft

  • Bei Einlagerungen im Stein — Öl, Rost, Schwarzalgen sitzen im Material, nicht darauf.
  • Bei bereits geschädigten Oberflächen. Was abplatzt, platzt unter Wasserdruck weiter ab.
  • Bei Frost. Wir arbeiten nicht, wenn die Fläche gefroren ist oder gefrieren kann.
  • Gegen den Standort. Ein Weg im Dauerschatten wird schneller wieder grün als eine Südterrasse — daran ändert kein Gerät etwas.

Häufige Fragen

Fragen zur Technik

Ist heißes Wasser nicht schädlich für den Stein?

Für intakte Außenbeläge nicht. Sie sind Frost, Sommerhitze und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt — Wärme allein ist kein Problem. Kritisch wird es bei bereits geschädigten Oberflächen und bei sehr kalter Fläche im Winter. Deshalb prüfen wir das Material vorher und arbeiten nicht bei Frost.

Warum nicht einfach mehr Druck?

Weil Druck nicht zwischen Belag und Stein unterscheidet. Ab einem bestimmten Punkt trägt er beides ab: erst den Grünbelag, dann die Zementschlämme an der Oberfläche, dann den Fugensand. Das Ergebnis sieht direkt danach gut aus und ist ein Jahr später schlechter als vorher. Wärme arbeitet selektiver.

Was passiert mit dem Schmutzwasser?

Beim dafür vorgesehenen Verfahren wird es direkt beim Reinigen abgesaugt und im Gerät gesammelt. Das hält es von Fassade, Fenstern und Beeten fern und spart die Nacharbeit, die man sonst hat. Bei senkrechten Flächen und bei Arbeiten mit der Lanze ist das technisch nicht möglich — dort decken wir ab, wo es nötig ist.

Brauchen Sie einen Stromanschluss?

Nein. Wir bringen die Stromversorgung mit. Ein Wasseranschluss vor Ort ist hilfreich und beschleunigt die Arbeit, ist aber ebenfalls keine Bedingung.

Lassen Sie uns die Fläche einschätzen

Schicken Sie zwei Fotos der Fläche — eine Übersicht und eine Nahaufnahme der Fuge. Danach lässt sich sagen, was möglich ist und was nicht.

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