Nachbehandlung
Imprägnierung — nur auf geeigneten Flächen
Imprägnierung ist die Position, bei der in dieser Branche am meisten versprochen wird. Deshalb steht hier zuerst, was sie nicht tut.
Was eine Imprägnierung tut
Eine Imprägnierung zieht in die Poren des Steins ein und setzt die Saugfähigkeit der Oberfläche herab. Wasser perlt eher ab, statt einzuziehen. Flüssigkeiten haben länger Zeit, bevor sie eindringen — das macht ein Missgeschick auf der Terrasse leichter beherrschbar.
Sie bleibt dabei offenporig. Der Stein kann weiter atmen, Feuchtigkeit aus dem Untergrund kann entweichen. Genau das unterscheidet sie von einer Versiegelung.
Der Unterschied zur Versiegelung
Eine Versiegelung bildet einen Film auf der Oberfläche. Sie kann glänzen, sie verändert das Aussehen deutlicher, und sie schließt den Stein. Kommt Feuchtigkeit von unten, kann sie unter dem Film nicht entweichen — dann löst sich die Schicht abschnittsweise ab und die Fläche sieht schlechter aus als vorher.
Wir arbeiten mit Imprägnierung, nicht mit filmbildender Versiegelung. Das ist eine bewusste Entscheidung und keine Frage des Aufwands. Wenn Sie ausdrücklich eine Versiegelung suchen, sind wir nicht der richtige Betrieb dafür.
Wann wir abraten
Auf zu feuchten Flächen: Die Imprägnierung braucht einen durchgetrockneten Untergrund. Nach der Reinigung heißt das Wartezeit — bei ungünstigem Wetter ein zweiter Termin.
Auf Flächen mit aufsteigender Feuchtigkeit oder ohne funktionierende Drainage: Dort schafft eine Behandlung mehr Probleme, als sie löst.
Auf sehr dichten Materialien: Was kaum saugt, nimmt auch kaum Imprägnierung auf. Das Mittel bleibt oben, trocknet fleckig an und bringt nichts.
Wenn eine Imprägnierung bei Ihrer Fläche nichts bringt, sagen wir das. Es ist eine freiwillige Position — und wir verdienen unser Geld nicht damit, sie jedem zu verkaufen.
Und die Sache mit der Chemie
Die Reinigung selbst arbeitet mit heißem Wasser und geregeltem Druck. Dabei kommt kein Mittel zum Einsatz.
Bei der desinfizierenden Nachbehandlung gegen organische Rückstände und bei der Imprägnierung ist das anders: Dort werden Mittel eingesetzt. Das ist der Sinn dieser Schritte.
Wir werben deshalb auf unseren Seiten nicht damit, gänzlich ohne Mittel zu arbeiten, und verkaufen dann doch eine Nachbehandlung mit. Beide Positionen sind freiwillig, werden einzeln angeboten und einzeln beauftragt. Welche Mittel im konkreten Fall verwendet werden, sagen wir Ihnen auf Nachfrage vor der Beauftragung.
Was eine Imprägnierung nicht leistet
- Ausgangszustand, Material, Fugen und Vorschäden begrenzen das erreichbare Ergebnis.
- Verwurzelungen in der Fuge werden nicht automatisch entfernt.
- Schwarzalgen sitzen im Stein, nicht nur darauf. Rückstände können bleiben.
- Materialbedingte Farbunterschiede können nach der Reinigung sichtbar bleiben.
- Sie verhindert keinen Grünbelag. Algen und Moos wachsen auf der Oberfläche, nicht in der Pore.
- Sie hält nicht dauerhaft. Wie lange, hängt von Material, Belastung und Witterung ab — eine Jahresangabe wäre geraten.
- Sie macht keine beschädigte Oberfläche wieder heil.
- Wir bieten keine filmbildende Versiegelung an.
Belege
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Verfugte Fläche in Bestensee
Dieselbe Fläche nach allen vier Schritten. Hier wurden alle Positionen beauftragt — das ist eine Entscheidung des Kunden, keine Voraussetzung.
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Häufige Fragen
Was uns dazu gefragt wird
Wie lange hält eine Imprägnierung?
Dazu geben wir bewusst keine Jahreszahl an. Sie hängt vom Material, von der Belastung und vom Standort ab. Jede pauschale Angabe wäre geraten — und Sie hätten nichts davon, außer einer Enttäuschung zum falschen Zeitpunkt.
Verändert sich das Aussehen meiner Fläche?
Meist wird der Stein etwas dunkler und die Farbe wirkt kräftiger, ähnlich wie bei leicht feuchtem Stein. Wie stark, hängt vom Material ab. Wir legen deshalb vorher eine kleine Testfläche an einer unauffälligen Stelle an, damit Sie es sehen und nicht raten müssen.
Bieten Sie auch eine Versiegelung an?
Nein. Wir arbeiten mit offenporiger Imprägnierung. Filmbildende Versiegelungen können bei Feuchtigkeit von unten abplatzen und hinterlassen dann ein schlechteres Bild als der Ausgangszustand. Wenn Sie ausdrücklich eine Versiegelung möchten, sind wir dafür nicht der richtige Betrieb.
Anfrage
Lassen Sie uns die Fläche ansehen
Zwei Fotos genügen für eine erste Einschätzung: eine Übersicht der Fläche und eine Nahaufnahme der Fuge. Wenn es passt, kommen wir vorbei, legen eine Probefläche an und messen digital auf.
Imprägnierung anfragen
Senden Sie uns zunächst ein bis zwei Fotos, den Standort und die ungefähre Fläche. So erhalten Sie meist ohne zusätzlichen Vor-Ort-Termin eine erste unverbindliche Preiseinschätzung.
- ein bis zwei aussagekräftige Fotos der Fläche
- Ort oder Postleitzahl
- ungefähre Fläche in Quadratmetern
- Material und Art der Verschmutzung, sofern bekannt
Lieber sprechen? 0152 566 27 004
Eine kostenfreie Probefläche ist nach Absprache im näheren Einsatzgebiet möglich, nicht bei weiter Anfahrt.
Lassen Sie uns die Fläche einschätzen
Schicken Sie zwei Fotos der Fläche — eine Übersicht und eine Nahaufnahme der Fuge. Danach lässt sich sagen, was möglich ist und was nicht.