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Steinreinigung Professionell Fläche einschätzen lassen

Ratgeber

Schwarzalgen — der Fall, in dem wir nicht alles versprechen können

Es gibt einen Fall, bei dem wir vorher sagen, dass ein Rest sichtbar bleiben kann. Er ist der häufigste Grund, warum Kunden von einer vorherigen Reinigung enttäuscht waren.

Nahaufnahme einer Betonsteinfläche mit dunklen, fleckigen Verfärbungen im Material.

Das Wichtigste vorab

  • Schwarzalgen wachsen nicht nur auf der Oberfläche, sondern in die Poren des Steins hinein.
  • Was in dieser Tiefe sitzt, lässt sich mit Heißwasser nicht vollständig herausholen — auch nicht mit mehr Druck.
  • Eine Reinigung bringt eine deutliche Verbesserung. Ein vollständiges Verschwinden sagen wir nicht zu.
  • Eine desinfizierende Nachbehandlung kann helfen, das Nachdunkeln zu verzögern. Sie ist freiwillig und kein Wundermittel.
  • Wer Ihnen bei Schwarzalgen ein makelloses Ergebnis verspricht, hat sich die Fläche nicht angesehen.

Warum Schwarzalgen anders sind

Grünalgen sitzen auf der Oberfläche. Schwarzalgen — genauer: dunkel pigmentierte Algen und Cyanobakterien — dringen in die Porenstruktur des Steins ein. Bei offenporigem Betonstein ist das besonders ausgeprägt.

Sie schützen sich zudem mit einer widerstandsfähigen Hülle gegen Austrocknung und Sonnenlicht. Genau die Eigenschaft, die sie im Freien überleben lässt, macht sie schwer zu entfernen.

Das Ergebnis: Die Fläche bekommt dunkle, oft fleckige Verfärbungen, die sich nicht abwischen lassen und auch nach dem Trocknen bleiben. Sie sehen aus wie Schmutz und sind es nicht.

Was eine Reinigung erreicht

Heißes Wasser holt den Teil heraus, der in den oberen Porenbereichen sitzt. Das ist regelmäßig eine sichtbare, deutliche Verbesserung — die Fläche wird heller und gleichmäßiger.

Was tiefer sitzt, bleibt. Kein Wasserdruck erreicht es, ohne den Stein selbst abzutragen. Und Stein abtragen ist keine Reinigung mehr, sondern ein Substanzverlust, den Sie in ein paar Jahren merken.

Deshalb formulieren wir bei Schwarzalgen vorsichtig: deutliche Verbesserung ja, vollständige Entfernung nein. Was in Ihrem konkreten Fall herauskommt, zeigt die Probefläche — dafür ist sie da.

Die Rolle der Nachbehandlung

Nach der Reinigung kann eine desinfizierende Nachbehandlung sinnvoll sein. Sie zielt auf die organischen Reste, die im Material verblieben sind, und kann das erneute Nachdunkeln verzögern.

Hier kommt ein Mittel zum Einsatz. Das ist der Sinn dieses Schritts, und wir werben deshalb nirgends damit, gänzlich ohne Mittel zu arbeiten, und verkaufen die Nachbehandlung dann trotzdem mit.

Sie ist freiwillig, wird einzeln angeboten und einzeln beauftragt. Wenn sie bei Ihrer Fläche wenig bringt, sagen wir das — auch dann, wenn es eine Position weniger auf der Rechnung bedeutet.

Wie Sie mit einer betroffenen Fläche umgehen

Erwarten Sie eine Verbesserung, nicht einen Neuzustand. Das ist keine Bescheidenheit, sondern die realistische Beschreibung dessen, was physikalisch möglich ist.

Lassen Sie sich eine Probefläche genau an der schlechtesten Stelle anlegen. Bei Schwarzalgen ist das wichtiger als bei jedem anderen Fall, weil das Ergebnis stark vom konkreten Material abhängt.

Seien Sie misstrauisch bei Anbietern, die hier ein makelloses Ergebnis zusagen. Entweder haben sie sich die Fläche nicht angesehen — oder sie planen, mit sehr hohem Druck zu arbeiten. Das sieht direkt danach beeindruckend aus und kostet Sie Substanz.

Häufige Fragen

Fragen, die uns dazu erreichen

Sind Schwarzalgen dasselbe wie Schwarzflechte?

Umgangssprachlich werden beide Begriffe für dunkle, festsitzende Beläge verwendet. Für die praktische Frage — geht das weg? — verhalten sie sich ähnlich: Beide sitzen fest, beide lassen sich deutlich reduzieren, und bei beiden kann ein Rest bleiben.

Bringt eine Imprägnierung etwas gegen Schwarzalgen?

Sie setzt die Saugfähigkeit des Steins herab und kann dadurch das erneute Eindringen erschweren. Sie entfernt nichts, was bereits im Material sitzt, und sie verhindert keinen neuen Bewuchs auf der Oberfläche. Als alleinige Maßnahme ist sie hier nicht der richtige Weg.

Kann ich Schwarzalgen selbst entfernen?

Mit dem Baumarktgerät kommen Sie an die oberflächlichen Anteile heran. An das, was in den Poren sitzt, kommen Sie nicht — und der Versuch mit sehr hohem Druck oder aggressiven Hausmitteln schadet dem Stein häufiger, als er nützt.

Unsicher bei Ihrer Fläche?

Schicken Sie eine Nahaufnahme. Wir sagen Ihnen, worum es sich handelt und was zu erwarten ist — auch, wenn die Antwort lautet, dass sich der Aufwand nicht lohnt.

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